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Offener Brief an den Reg. Bürgermeister von Berlin: Mut zur Wahrheit

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Sehr geehrter Herr Regierender Bürgermeister,

in wenigen Tagen wollen Abgeordnetenhaus und Senat in Berlin das Gesetz über den sogenannten Mietendeckel beschließen. Sie, sehr geehrter Herr Müller, wissen ebenso wie wir, dass damit ein falscher Weg eingeschlagen wird. Dieses Gesetz wird fatale Folgen haben – für die Menschen in dieser Stadt, für Mieter ebenso wie für Vermieter, für Bauunternehmen wie für Investoren und Wohnungssuchende.

Der sogenannte Mietendeckel schadet dieser Stadt und den Menschen, die hier leben!

Wir sind als Beratungsunternehmen weder politisch festgelegt noch sind wir in der Mietendebatte parteiisch. Gleichwohl wissen wir aus zahllosen Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt, mit Kommunalpolitikern und Investoren: Eigentlich will NIEMAND dieses Gesetz und den sogenannten Mietendeckel!

Weil schon heute klar erkennbar ist, dass die geplante Regelung spätestens vor dem Verfassungsgericht scheitern wird. Weil das geplante Gesetz vor allem eines verhindert: Den Neubau von Wohnungen und damit die beste Lösung, um rasch zusätzlichen Wohnraum zu schaffen. Und weil selbst diejenigen Politiker, die sich nach außen hin für eine Begrenzung der Mieten stark machen, hinter vorgehaltener Hand einräumen, dass der geplante Weg falsch ist – und nur dem Koalitionsfrieden im Abgeordnetenhaus dient…

Deshalb und weil wir uns als Berliner Unternehmen dem Wohl der Stadt und seiner Bürgerinnen und Bürger verpflichtet fühlen, appellieren wir eindringlich an Sie, sehr geehrter Regierender Bürgermeister: Stoppen Sie dieses Gesetz, das im Kern niemand will und niemand braucht. Haben Sie den Mut zur Wahrheit und gaukeln Sie den Menschen in dieser Stadt nicht wider besseren Wissens vor, der sogenannte Mietendeckel sei ein wirksames Mittel gegen Wohnungsknappheit und steigende Mieten. Er ist es nicht.

Natürlich bestreitet niemand, auch wir nicht, dass es auf dem Berliner Wohnungsmarkt deutliche Fehlentwicklungen gegeben hat und gibt. Die Antwort darauf ist allerdings nicht das jetzt geplante Gesetz, sondern eine gemeinschaftliche Anstrengung aller Beteiligten: Wohnungswirtschaft, Politik, Investoren und Mietervertreter. Nicht GEGENeinander, sondern nur MITeinander ist das Problem zu bewältigen.

Noch ist es nicht zu spät, um gemeinsam nach einer Lösung zu suchen. Wir sind ebenso wie viele Unternehmen der Wohnungswirtschaft dazu bereit.

Mit freundlichem Gruß

Harald Christ

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