www.handelsblatt.de, Gast-Kommentar Harald Christ, 21.11.2018

Friedrich Merz steht wegen seines Vermögens in der Kritik. Die Debatte in dieser Form ist ungerecht, wenngleich er dazu eingeladen hat.

In der Kampagne des Friedrich Merz ist es wohl eine entscheidende Wegmarke. Nachdem er jetzt wenig überraschend, aber verdruckst zugegeben hat, zu den Einkommensmillionären zu gehören, gibt es ein Davor und Danach in seiner strategischen Position.

Davor gab es den Merz-Hype. Merz wurde katapultartig Hoffnungsträger der Union. Konservatives Profil und Erneuerung zugleich für die Volkspartei CDU. Merz wirkte mit wirtschaftlichem und strategischem Sachverstand und einer irgendwie modernen bürgerlichen Weltsicht.

Und danach? Nun diskutiert die Öffentlichkeit auf populistischem Niveau die Frage, darf ein Millionär Parteivorsitzender oder gar Kanzler in Deutschland werden?

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